Vollmondnacht am See

Wenn der blasse Vollmond sich vor die Wolken schiebt,
seh` ich das, was ich bin,
im glitzernden See sich spiegeln.

Augen, die mich anstarren,
eigentümlich fremd und doch so nah.
Ein Mund, der schweigt
und doch so viel zu erzählen weiß.

Bis der Wind das Wasser kräuselt:
das Gesicht zerfurcht
und die Konturen zerreißt.

Bis eine schwarze Wolke sich vor den Silbermond schiebt
und mich in der Tiefe verschwinden lässt.
 
U.K.