Ramona Schreiber

*1952 in Hannover. Lebt seit 1989 am Niederrhein. Ehemals Mitglied im Lyrikerkreis Kamp-Lintfort, las und schrieb 

im Internationalen Kulturkreis Moers (IKM). Nun schreibt sie mit viel Freude im Kreis der Frauen der Leichten Feder Rheinberg. Veröffentlichungen in Anthologien.

Ramona Schreiber
   
Der Fisch
Ein Fischlein möchte ich sein
Würd Tag und Nacht durchs Wasser wallen
Mit Schuppen die zum Schwimmen taugen 
Die niemals mir vom Körper fallen
Schon gar nicht von den Augen 

Oben
Dunkle Wolken zeigen Trauer

Grad so wie dein Herz
Regentropfen wie ein Schauer
Augen voller Schmerz
Weine Himmel
Weine Herz
Vielleicht wird manches lichter
Der Himmel und Gesichter

 Spaziergang
 Verschleierte Baumsilhouetten
um mich herum.                                  
Dämmrig liegt die Lichtung
stumm.                                                
Unter mir der Morgentau,                     
über mir ein Vogel - V
Raucherfreuden
Seit neuestem darf man zum Rauchen
die Tabakspfeif nicht mehr gebrauchen.

Weshalb der Onkel sich verwöhnt,
dem Schnee von gestern wieder frönt.





Gnadenbrot 
Danke für das Gnadenbrot,
Teilhabe ist alles.
Billiglöhne winken.
Tafeln wir heut außer Haus?
An den Busen der Natur
lasst uns wieder sinken.
Oder gib ein Stück von dir,
Herzen, Lebern, Nieren.
Niemand möchte so krepieren

Vulkan  
Brandige Wucht
flammende Glut
schäumende Gischt
lodernde Wut 
brennend heiß
brodelnde Lava
Ach, wer weiss
was unter der
Asche begraben
Ob sanft hier
das Kindel ruht 
still wie der See
In dem die
Furie treibt